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Was sind Nosoden?

Nosoden
Nosodentherapie

Nosoden sind alternative Heilmittel, die nach homöopathischen Regeln hergestellt werden. Der Name Nosode ist dabei von dem griechischen Wort nosos=Krankheit abgeleitet. Nosoden bestehen aus kranken oder auch pathologischen Ausgangsstoffen. Das können z.B. Krebszellen, erkrankte Körpergewebe, Krankheitserreger, Blut, Eiter, Sekrete, Exkrete oder abgetötete Mikroorganismen sein.

Das Prinzip der Heilwirkung von Nosoden ist eigentlich eine Mischung aus der Homöopathie (Ende 18 Jh. von Samuel Hahnemann begründet) und dem Impfprinzip (Ende 18 Jh. von Dr. Edward Anthony Jenner begründet).
Bei der Homöopathie von Hahnemann wird Ähnliches durch Ähnliches geheilt. Die Auswahl des Heilmittels erfolgt auf der Annahme, dass es bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufen könne wie die, an denen der Kranke gerade leidet.
Beim Impfprinzip wird mit einer vorbeugenden Impfung von stark abgeschwächten bzw. auch getöteten Krankheitserregern eine Immunreaktion auf die zu erwartende selbe Krankheit hervorgerufen.

Der wie Hahnemann gebürtig aus Sachsen stammende Arzt Constantin Hering war ein großer Anhänger der Homöopathie. Hering unternahm Studien- und Forschungsreisen und betreute über mehrere Jahre ein Hospital in Südamerika. Er führte zahlreiche Arzneimittelprüfungen durch und entdeckte dabei die Wirkung von Schlangengift und Nosoden. Er ergänzte daraufhin die von Hahnemann entwickelte homöopathische Arzneimittellehre (Materia Medica). Der Begriff Nosode wurde von ihm erstmals 1830 erwähnt.
Nosoden sollten positiv stimulierend auf das Immunsystem oder erkrankte Organe wirken und Giftstoffe ausschwemmen.
Später wanderte Hering nach Nordamerika aus und war u.a. beteiligt an der Gründung des American Institute of Homoeopathy (1844).


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