RHUS TOXICODENDRON
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Die homöopathische Verreibung

Ursubstanz vor der Verreibung
frisches Blatt von Rhus toxicodendron
als Ursubstanz einer homöopathischen Verreibung


Milchzucker
Hinzufügen von Milchzucker für eine
homöopathische Verreibung

Die Verreibung von Ursubstanzen nach homöopathischen Prinzipien kann man sich ganz bildlich vorstellen. Die Ursubstanz wird in einem Verhältnis von ca. 1 zu 10 mit Milchzucker in einem Mörser durch ein Pistill nach bestimmten Zeitvorgaben zerrieben.
Die Verreibung von Substanzen nach homöopathischen Prinzipien dient mehreren Zwecken:

1. Als Basis zur Herstellung von homöopathischen Arzneimitteln.

Korrekt hergestellte homöopathische Arzneimittel werden in zwei Schritten hergestellt.
Zunächst wird die Ursubstanz (Pflanzen, Mineralien, Tiergifte etc.) mit Milchzucker verrieben (sh. Abbildungen), anschließend wird sie durch Verschüttelung in Wasser oder Alkohol stark verdünnt. Durch die Verreibung wird der Wirkstoff der Ursubstanz freigesetzt.

Im zweiten Schritt wird seine Wirkung durch Verdünnung verstärkt (potenziert), sodass die in der Heilkunde verwendeten Potenzen entstehen (z.B. D12, C30). Das D (Dezimal) oder C (Centesimal) vor der Zahl gibt dabei den Verdünnungsgrad an. Eine D12 Potenz bedeutet demnach, dass die Ursubstanz im Verhältnis von 10x12 verdünnt worden ist.
Die Herstellung von Arzneimitteln bleibt in Übereinstimmung mit den deutschen Gesetzen Apothekern und Arzneimittelherstellern vorbehalten.

2. Zur Erforschung des Wirkungsspektrums der zu verreibenden Ursubstanz

Indem man die Ursubstanz mit Milchzucker verreibt, entfaltet sich dessen Wirkstoff. Die erste Möglichkeit diesen Wirkstoff am menschlichen Organismus zu erfahren ist die Einnahme des Präparates. Kranke erfahren dabei Heilung ihrer Beschwerden, soweit es sich bei der Einnahme um das auf ihren Zustand passende Mittel handelt. Gesunde jedoch entwickeln genau diejenigen Symptome, welche beim Kranken durch die Einnahme des Arzneimittels geheilt worden wären. Dieses Phänomen nennt man homöopathische Prüfung.

Die homöopathische Prüfung von Substanzen an gesunden Menschen dient der Erforschung des Wirkungsspektrums der jeweiligen Substanz. Es wurde dabei festgestellt, dass die Einnahme des Präparates zur Erforschung von dessen Wirksamkeit nicht notwendig ist. Schon bei der Verreibung der Ursubstanz kommt der Verreibende mit dessen Wirkungskraft in Berührung. Die Verreibung weist dabei gegenüber der Einnahme zu Prüfungszwecken einige Vorteile auf. Während eine homöopathische Prüfung sich häufig über Monate hinzieht, findet die Prüfung durch die Verreibung größtenteils während der Verreibung an sich statt.

Die Verreibungszeit beträgt meist zwischen 3 und 5 Stunden Nettozeit. Es wurde dabei festgestellt, dass sich die Wirkung des Arzneimittels nach einem bestimmten Prinzip entfaltet, was für die Erforschung des Arzneimittels ebenfalls Vorteile aufweist. In der ersten Stunde zeigt sich die Wirkung auf den Körper, in der zweiten die Wirkung auf die Gefühle, in der dritten die Wirkung auf den Geist, in der vierten zeigt sich die zentrale Idee des Arzneimittels. Dementsprechend wird die Wirkungskraft der vierten Stunde der Seele zugesprochen.

3. Zur Erfahrung einer verstärkten Heilungswirkung der Ursubstanz

Analog dem oben geschilderten Prinzip der Prüfung, wird nur ein gesunder Mensch ihm fremde Symptome der zu verreibenden Substanz entwickeln. Ein Mensch, der das homöopathische Arzneimittel zur Heilung benötigt, wird durch die homöopathische Verreibung eine tiefgreifendere und vor allem viel schnellere Wirkung des Arzneimittels erleben, als wenn er dieses lediglich nur einnehmen würde.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine weitere orale Einnahme des homöopathischen Arzneimittels sich in vielen Fällen sogar erübrigt, wenn das Arzneimittel einmal verrieben worden ist.

Beispiel

Details einer homöopathischen Verreibung am Beispiel der Ursubstanz Rhus toxicodendron: Verreibung von Rhus toxicodendron


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